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Am Lusterfjord, einem Arm des Sognefjords, trohnt rund
fünfzehn Kilometer südwestlich von Sogntal die Stabkirche von
Urnes über dem Wasser. Sie wurde erstmals im Jahre 1323 schriftlich
erwähnt, gemeinhin wird der Baubeginn auf das Jahr 1150 angegeben.
Sie wurde teilweise aus dem Baumaterial einer anderen, noch älteren
Kirche errichtet, die vermutlich aus der zweiten Hälfte des 11.
Jahrhunderts stammte. Die wiederverwendeten Materialien weisen ein
Schnitzdekor auf, der zu dem Namen Urnes-Stil geführt hat. Er zeichnet
sich durch dicht verflochtene Tierfiguren mit schlangenhaften Formen
aus und wirkt äußerst dynamisch und lebendig. Diese Art des
Schnitzwerkes findet sich auch in anderen frühen Stabkirchen; hier in
Urnes hat sich jedoch ihre Vollendung gefunden. Der Urnes-Stil bewahrt in
seiner fast magisch wirkenden Tierornamentik Elemente der vorchristlichen
Wikingerzeit. Archäologische Ausgrabungen haben ergeben, dass an
derselben Stelle früher eine Holzkirche mit in den Boden eingelassenen
Pfosten stand.
Die Stabkirche von Urnes ist eines der Kulturdenkmäler
auf der World Heritage List der UNESCO, die die bedeutendsten
Kulturdenkmäler der Wert verzeichnen. |
Schiff der Kirche mit der Kanzel von 1695 und dem Altarbild
von 1699.
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